DNS-Einträge steuern, wie eine Domain funktioniert: wohin sie zeigt, welche Mailserver E-Mails empfangen und wie sie ihre Identität gegenüber Drittdiensten beweist. Zu wissen, wie man sie prüft, ist eine Grundkompetenz für jeden, der eine Webseite betreibt oder Verbindungsprobleme diagnostiziert.
Warum DNS-Einträge prüfen?
Typische Gründe für einen DNS-Lookup:
- Diagnose bei ausbleibendem E-Mail-Empfang
- Prüfen, ob eine DNS-Änderung bereits weltweit übernommen wurde
- Domain-Eigentümerschaft für Google Search Console oder andere Dienste bestätigen
- Herausfinden, welchen Hosting-Anbieter oder CDN eine Seite nutzt
- Verdächtige Domains oder Phishing-Seiten untersuchen
So prüfst du DNS-Einträge
Am einfachsten geht es mit unserem DNS Lookup Tool. Einfach Domain eingeben und sofort alle DNS-Einträge sehen — keine Installation nötig.
Alternativ per Kommandozeile:
- Windows: Eingabeaufforderung öffnen →
nslookup beispiel.de - macOS / Linux: Terminal öffnen →
dig beispiel.de ANY
Die wichtigsten DNS-Eintragstypen
A-Eintrag
Ordnet einer Domain eine IPv4-Adresse zu. So findet der Browser den Server einer Webseite. Beispiel: beispiel.de → 93.184.216.34
AAAA-Eintrag
Wie der A-Eintrag, aber für IPv6-Adressen. Unterstützt ein Server IPv6, hat er meist beide Einträge.
MX-Eintrag
Legt fest, welche Mailserver E-Mails für die Domain empfangen. Hat einen Prioritätswert — niedrigere Zahlen haben Vorrang. Bei E-Mail-Problemen immer zuerst die MX-Einträge prüfen.
CNAME-Eintrag
Ein Alias, der eine Domain auf eine andere verweist. Häufig genutzt für www-Subdomains: www.beispiel.de → beispiel.de. Ein CNAME kann nicht mit anderen Eintragstypen am gleichen Namen koexistieren.
TXT-Eintrag
Texteinträge für viele Zwecke: SPF (E-Mail-Absenderverifizierung), DKIM (E-Mail-Signatur), DMARC (E-Mail-Richtlinie) und Domain-Verifizierung für Dienste wie Google Search Console.
NS-Eintrag
Nameserver-Einträge legen fest, welche DNS-Server für die Domain zuständig sind. Das Ändern der Nameserver leitet die Domain zu einem neuen Hosting-Anbieter weiter.
DNS-Propagation: Warum dauern Änderungen so lang?
Jeder DNS-Eintrag hat einen TTL-Wert (Time To Live) in Sekunden. Nach einer Änderung behalten DNS-Resolver weltweit den alten Wert im Cache, bis der TTL abläuft. Deshalb können DNS-Änderungen zwischen wenigen Minuten und 48 Stunden dauern, bis sie global aktiv sind.
Den Propagations-Status kannst du prüfen, indem du verschiedene öffentliche DNS-Server abfragst. Unser DNS-Tool zeigt dir den aktuellen Stand.
Fazit
DNS-Einträge sind das technische Fundament jeder Domain. Mit unserem DNS Lookup Tool prüfst du sie für jede Domain sofort — ob für die Fehlersuche, die Verifizierung oder die Recherche.